Virtuelle Jugendarbeit

Ein Angebot der Regionalen Kinder- und Jugendfachstelle Täuffelen – Ins – Erlach

Home » Posts tagged "Videoprojekt"

Projekt „Street Story“

Die Jugendlichen werden in unserer Kultur sehr oft als problematisch wahrgenommen.  Sie bewegen sich im öffentlichen Raum, „besetzten“ Plätze und Räume und leben anscheinend ihre Träume aus.

Die Jugendarbeit will sich ihren Bedürfnissen annehmen, Jugendkommissionen sind gewillt ihnen Raum zu geben, Gemeinden stellen Geld zur Verfügung …, was fehlt, sind einzig und alleine das konkrete Wissen um ihre Wünsche.

„Erzähle mir etwas, und ich werde es vergessen.

Zeige mir etwas, und ich werde mich vielleicht nicht daran erinnern.

Beteilige mich, und ich werde verstehen.“

Sprichwort der amerikanischen Ureinwohner

ss2Im Rahmen meiner Ausbildung zum Erlebnispädagogen NDS HF bin ich dieser Thematik mit „Neuen Medien“ nachgegangen. Ich wurde dabei in meiner Überzeugung gestärkt, dass eine neutrale nicht wissende Begleitung der Jugendlichen in ihrem Sozialraum mit einer Filmkamera das Feld dieser Bedürfnisabklärung erweitert. In meiner Diplomarbeit habe ich das Projekt „Street Story“ ausgearbeitet und im Feld getestet. Gerne stelle ich hier diese Arbeit Interessierten zur Verfügung.

 

Kurzbeschrieb der Methode „Street Story“

  1. Im Jugendtreff, einem Projekt oder über Soziale Netzwerke (Bsp. Facebook) wird im ersten Schritt ein Jugendlicher dazu motiviert, einem Jugendarbeiter seine Welt, sein Dorf mit all seinen „Spielplätzen“ und mit ihnen einher gehende Wünsche vor laufender Kamera zu zeigen bzw. darstellen.
  2. Im zweiten Schritt wird der Jugendliche zusammen mit dem Jugendarbeiter den groben Filmplan und den Ausgangsort des Filmens besprechen (Screenplay).
  3. Im Shooting (Dreh) wird nun während zwei bis drei Stunden prozessorientiert gefilmt.
  4. Anschliessend wird das gefilmte Material im Jugendbüro mit dem Jugendlichen gesichtet, ein Filmziel und ein Zielpublikum definiert, sowie danach der Film geschnitten (Cut).
  5. Der fertige Film wird nun einer vom Jugendlichen definierten Gruppe gezeigt.

ss1Gerne würde ich an dieser Stelle ein Youtube Link zu den entstandenen Filmen platzieren. Da aber immer die Jugendlichen entscheiden, in welcher Form die Filme veröffentlicht werden, habe ich diesbezüglich keine Rechte.

Der in der Arbeit genannte Film wurde unter anderem dem lokalen Gemeinderat gezeigt und hat diesen immerhin zum Nachdenken angeregt. Für uns Jugendarbeiter/innen gab er Aufschluss über wichtige Plätze, die wir noch  drei Jahre später zeitweise aufsuchen.