Virtuelle Jugendarbeit

Ein Angebot der Regionalen Kinder- und Jugendfachstelle Täuffelen – Ins – Erlach

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Computerspiele – Wie sich Eltern informieren können

In meiner Arbeit bei der Regionalen Kinder- und Jugendfachstelle Täuffelen-Ins-Erlach arbeitete ich im letzten Jahr oft mit Kindern der 4. Bis 6. Klasse. Dabei stellte ich fest, dass viele Kinder Spiele spielen, die nicht für ihr Alter geeignet sind. An verschiedenen Elternabenden zum Thema „Neue Medien“ wurde mir klar, dass es vielen Eltern schwierig fällt, sich zum Thema Computerspiele zu informieren. So habe ich mich entschlossen, hierzu ein wenig zu schreiben.

Verwirrung entsteht nicht zuletzt durch die verschiedenen Altersangaben der jeweiligen Anbieter. Hierzu eine Übersicht der grössten Prüfstellen:

FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) www.fsk.de
Die FSK ist eine deutsche Organisation der Filmwirtschaft die hauptsächlich Altersfreigaben für Filme definiert.

PEGI (Pan European Game Information) www.pegi.info/de

PEGI gibt Tipps, welche Spiele für welche Altersgruppe geeignet sind. PEGI wird europaweit unterstützt und gilt als Modell für die europäische Harmonisierung im Bereich Jugendschutz. PEGI Symbole geben nicht nur Auskunft über Altersempfehlungen sondern auch über Spielinhalte.
pegi
USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle)
Die USK ist eine freiwillige Einrichtung der Computerspielwirtschaft in Deutschland. Die Altersfreigaben der USK richten sich nach dem deutschen Jugendschutzgesetz. Die Spielhersteller können dort gegen eine Gebühr ihre Spiele einstufen lassen.

Weitere, Bsp. CERO (Computer Entertainment Rating Organization) www.cero.gr.jp/e
Die CERO erwähne ich an dieser Stelle als Beispiel vieler weiterer grossen Kontrollstellen. Sie ist eine japanische Institution und prüft dort ähnlich der PEGI Videos und Computerspiele. Es gibt auch noch ELSPA (Entertainment and Leisure Software Publishers Association) aus Grossbritanien, ESRB (Entertainment Software Rating Board) aus Nordamerika, GRB (Game Rating Board) aus Südkorea, usw.

bild_blogApp Store von Apple, Play Store von Google
Auch die mittlerweile wohl grössten Anbieter von Computerspielen haben für ihre Downloads Altersempfehlungen definiert. Im Play Store unter „Einstufung des Inhalts“ (die Entscheidung, ab welchem Alter zB. „Stufe 2 – Mittel“ sinnvoll ist, liegt beim Nutzer) und im App Store findet man beim Namen des Spieles eine kleine Zahl in einem Kasten die Aufschluss über die Empfohlene Altersfreigabe gibt.

Durch die vielen unterschiedlichen Prüfstellen kann es vorkommen, dass auf einem Spiel verschiedene Altersfreigaben notiert sind. So bleibt es schlussendlich den Eltern überlassen über ihre eigene „Altersfreigabe“ zu entscheiden.

Welchen Rat kann nun ich persönlich den Eltern mitgeben?
Nach vielen Diskussionen und Recherchen bin ich der Meinung, die Altersangaben sind grundsätzlich ernst zu nehmen. Besonders hilfreich finde ich die PEGI Angaben. So ist sicher, dass ein Spiel mit der PEGI Einstufung „18“ nicht für Kinder der 5. Klasse geeignet ist.
Will man sich aber persönlich eine Meinung bilden, so kann man auf Youtube mit dem Zusatz „let’s play …“ Videos suchen, die den Spielverlauf zeigen.
Weiter gibt es gute Seiten, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. So bietet www.bupp.at gute und aktuelle Informationen zu den wichtigsten Spielen für alle Geräte. Dort findet man nicht nur Altersangaben von PEGI sondern auch bupp.at eigene. Die Spiele sind auch beschrieben und bei vielen gibt es sogar Pro und Kontra Punkte, die einen Entscheid vereinfachen. Besonders hilfreich ist, sie bewerten nicht nur Spiele für Konsolen und Computer sondern auch App Spiele.
Lässt man die Kinder ein neues Spiel installieren (ich würde die Geräte so konfigurieren, dass Kinder diese nicht ohne Wissen der Eltern installieren können), begleitet man sie am besten auf ihren ersten Spielgängen.